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Grundlagenschulung
 Weichentechnik & Weichenstellsysteme

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Informationen zur Ausbildung

Kursbeschreibung

Dieser Grundlagenkurs führt die Teilnehmer Schritt für Schritt an das komplexe Gesamtsystem der Weichen- und Stelltechnik heran. Das Seminar schließt die Lücke zwischen theoretischem Basiswissen und dem praktischen Verständnis der Schnittstellen auf der Anlage. Es dient als fundiertes Einstiegs- und Auffrischungsseminar, das die Weiche als dynamische Schnittstelle zwischen Fahrbahn und Leit- und Sicherungstechnik (LST) vermittelt.

 

Lernziele

  • Das System Weiche ganzheitlich verstehen: Die Teilnehmer begreifen die Weiche nicht mehr nur als starres Bauteil, sondern als dynamische Schnittstelle zwischen Fahrbahn und Leit- und Sicherungstechnik (LST).

  • Bauteile sicher identifizieren: Fähigkeit, jede Kernkomponente – von der Zungenspitze über den Verschluss bis zum Herzstück – auf der Anlage oder in technischen Zeichnungen korrekt zu benennen und deren Aufgabe zu erklären.

  • Funktionen und Abläufe nachvollziehen: Den exakten mechanischen Ablauf eines Umstellvorgangs verstehen und wissen, wie Zungen anliegen, wie Verschlüsse mechanisch sichern und wie Endlagen überwacht werden.

  • Fachsprache und Bezeichnungen anwenden: Standardisierte Weichenbezeichnungen fehlerfrei lesen und interpretieren sowie sofort wissen, welche Eigenschaften (Radius, Schienenform, Neigung) sich hinter den technischen Kürzeln verbergen.

  • Schnittstellenkompetenz im Alltag: Bessere Einordnung von Störungen im Berufsalltag durch das Verständnis für das Zusammenspiel von Antrieb, Verschluss und Schiene sowie präzisere Kommunikation mit anderen Gewerken und sichereres Agieren auf Baustellen.

 

Zielgruppe

Instandhalter, Monteure, Fachplaner, Projektleiter, Bauleiter und Vertriebler.

 

Inhalt

  • Einführung in das System Weiche: Grundlagen der Schieneninfrastruktur, Definitionen und die elementare Bedeutung von Weichen für den spurgeführten Verkehr.

  • Geometrische Grundlagen: Aufbau von Stamm- und Zweiggleisen, Bestimmung von Weichentangentenschnittpunkten, Radien und Winkeln sowie deren direkte Auswirkung auf die Fahrgeschwindigkeiten.

  • Bauarten von Weichen: Systematischer Überblick über einfache Weichen (EW), Bogenweichen (IBW/ABW) und Kreuzungsformen (EKW/DKW), um die Vielfalt im Schienennetz sicher zu unterscheiden.

  • Detaillierte Bauteilkunde: Identifikation und Benennung aller physischen Komponenten einer Weiche (Zungenvorrichtung, Mittelteil, Herzstückbereich).

  • Schwellen- und Oberbausysteme: Übersicht über die eingesetzten Materialien (Holz, Beton, Stahl, Kunstholz) und die Einhaltung standardisierter Schwellenabstände.

  • Einführung in die Weichenbezeichnungen: Systematisches Erlernen der DB-Bezeichnungslogik (z. B. Profile, Radien, Neigungen).

  • Grundlagen der Stell- und Verschlusstechnik: Die 6 Kernaufgaben eines Weichenantriebs sowie die Funktionsweise mechanischer und elektrischer Antriebe (Siemens S 700-Familie, Thales L700H) und die Rolle von Endlagenprüfern/Zungenprüfkontakten.

 

Voraussetzungen

Für diesen Kurs sind keine elektrotechnischen Grundlagen erforderlich.

Dokumentation

Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

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